tütenliteratur 

Letztens habe ich mir bei Eulenspiegel in Bielefeld die Neuübersetzung von Dostojewskijs ‘Verbrechen und Strafe’ aka ‘Schuld und Sühne’ geholt. In diesem Buchladen werden Bücher noch in Papiertüten eingeschlagen und auf diesen Tüten ist widerum was zu lesen.

Da man in der Straßenbahn eh manchmal sich glücklich schätzt, irgendwas zu tun zu haben, kramte ich also das eingetütete Buch heraus und las die Kurzgeschichte Normal von Christian Gottschalk, worauf hin ich seinen Blog las. Solche Offlinelinks sind irgendwie ja schon eine ganz putzige Idee. So findet man von Hölzchen auf Stöcksken.

adieu bücherflüsterer – paul kersten in rente 

Klammheimlich hat er sich vom Acker gemacht, der Bücherpapst des NDR, Paul Kersten. Als Heidenreich ins Internet verschwand, war der Gang in den Ruhestand den Zeitungen wohl nicht berichtenswert genug.

Dafür hier mal das Gedicht Krähen von Kersten, das in der Zeit besprochen wurde, sowie eine nette, ältere Ausgabe des Bücherjournals:

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mediale trends 2009 

Bei t3n nebenan gibt es eine “Experten”-Umfrage zu den Trends 2009. Was einige der Befragten zu Experten macht, ist gerade angesichts der Antworten doch sehr fraglich. Da kann man auch Schulhofumfragen machen, dort haben auch alle Handy und Computer. Und die sind schließlich noch lange Zielgruppe und Ausgangspunkt von Trends. Aber egal, meine Tipps sind diese da:

1. Twitter wird Mainstream

Die Personen, die intelligent mit dem Medium umzugehen wussten, werden sich zurückziehen und Twitter wird vorrangig ein Chat für Angestellte u.ä. vorrangig während ihrer Arbeitszeit sein, was von den Wie-holen-wir-Profit-aus-diesem-Web20-Ding-Leuten wieder viel zu spät gesehen wird. Der Hype um andere Soziale Netzwerke wird ebenso abflauen.

2. Qualitätsabbau bei den Zeitungen

Zeitungen versuchen mit mehr Popkultur die Lücken zu füllen, die der Qualitätsjournalismus, deren Vertreter weniger zu Wort kommen, hinterlässt, damit Anzeigen weiterhin so gut wie möglich platziert werden können.

3. Qualitätszunahme von Texten im Internet

Irgendwo wird Qualität wieder auftauchen. In Sozialen Netzwerken wohl nicht, da spielt man oder tummelt sich in unübersichtlichen Foren. Vielleicht in Blogs, da WordPress nun wirklich pupi einfach zu bedienen ist und seine Links weit verbreitet. Mögen die Zeitungen noch so spöttisch poltern, im Internet ist Platz für gute Texte, vernachlässigte Themen, und es gibt dafür eine wachsende Anzahl interessierter Zuhörer, die dem Internet diese Form textlicher Verarbeitung zutrauen.

ausprobierte wordpress statistik-tools 

Ich bin nun wahrlich kein WordPress-Experte, aber ich verwende es und beschäftige mich damit. Nachdem ich, wie schon gebloggt, zur besseren Lesbarkeit des Blogs ein anderes Theme eingesetzt habe, traten interessante Neuerungen auf.

Bislang verwendete ich WordPressStats für eine grobe Analyse, wer hier so vorbeischaut. Auf toomuchinformation.de, das bei Evanzo gehostet wird, läuft WassUp (da dort sonst nichts läuft), was informativ ist, aber etwas unübersichtlich. Das neue Theme hier blockiert nun irgendwie das WP-Admin-Plugin sowie WordPressStats. Und man scheint irgendwie als Normalsterblicher nichts dagegen machen zu können. Der Fehler ist sicherlich nicht unbehebbar, aber auf den ersten Blick nicht zu sehen und bräuchte wohl etwas Zeit zur Behebung.

Will man also noch auf dem Laufenden sein, wer hier vorbeischaut, muss ein anderes Statistikwerkzeug her. Das bedeutet erneutes Rumschrauben am Blog, ist zwar nicht sonderlich schwer, aber eben zeitraubend.

Jetzt läuft hier das etwas unübersichtliche WassUp, zudem Cystats, das aber auch jede meiner Aktivitäten mit aufzeichnet und so etwas überladen ist und Piwik, das etwas Zeit zum Installieren verbraucht. Und alle Programme liefern unterschiedliche Ergebnisse. Cystats vermeldet mir irgendwie doppelt soviele Zugriffe wie WordPressStats.

Immerhin wird dabei eines klar: Die Anzahl von angeblichen Besuchen sollte man nicht all zu hoch einordnen. Wer weiss, vielleicht mag man die Besucher wohlmöglich gar nicht. Cystats wird nicht müde, mir zu erzählen, dass 100% meiner Besucher eh sofort ihren Besuch auf meinem Blog abbrechen. Wohl weil nach dem Lesen eines Beitrages nicht gleich der ganze Blog durchsurft wird. Aber sowas mache ich eigentlich auch nur selten, quasi dann, wenn ich ganz viel Zeit habe. Nicht, wenn mich nur eine bestimmte Information interessiert.