bedachtes

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studifauwer? 

Ein etwas mitleidiger Artikel in der FAS veranlasst mich mal wieder, mich in studivz einzuloggen. Da habe ich anscheinend ein Pseudonym in Verwendung und mikrige 32 Freunde. Letztens kam ja Post von denen, es gäbe da einen Relaunch, man sollte unbedingt vorbeischauen. Antiquiert sieht’s aus. Umständlich ist das Verbinden mit anderen. Und überhaupt – es sieht aus wie eh und je. Gute Nacht, studivz.

wordpresstwittern 

Spätestens wenn man es sich zur Gewohnheit macht, eine Sozialnetzwerktour täglich zu veranstalten, das heißt eben bei Google + vorbei schauen, gucken, wer auf Facebook was neues weiß, was abtwittern, identi.caen, diasporaen oder so, dann merkt man irgendwann, wie viel Zeit man doch unterm Strich liegen lässt auf der Suche nach Information. Also irgendwie auch Thema meines anderen Blogs.

Bei mir ist es Gewohnheit, sowohl auf das sogenannte Front-end der Seiten zu schauen, als auch das Back-end offen zu haben. Das hat jetzt zumindest auf diesem Blog ein Ende, mich interessieren die täglichen Besucherzahlen jetzt auch nicht so die Bohne, die sagen eh wenig aus. Es freit mich auch sehr, dass auf diesem kostengünstigen Blog posthaste funktioniert, worüber man aus dem Front-end heraus bloggen kann.

Das erinnert mich etwas an diese Twitter-Wordpress-Themes, wobei mir deren Aussehen nie gefiel. Podhaste bastelt mir nun also ein Eingabefenster ins Front-end und ich kann direkt zu schreiben anfangen. Natürlich nicht über einen Zugang, der alle Rechte zur Verwaltung meines Blogs hätte. Ein Redaktionszugang reicht da ja auch völlig.

Vielleicht bloggt es sich nun leichter von der Hand, wie zu Anfangszeiten. Wäre schön.

ubuntu 11.10 

Mittlerweile lasse ich auf vier Rechnern in meiner Umgebung Ubuntu laufen, schlicht, weil es seit der 9er Version wirklich auch nichtnerdanwendertauglich ist. Und das gefällt mir, sehr sogar. Spätestens seit der Bundestrojanerdebatte fühle ich mich auf einem Nicht-Windows-System beim Alltagssurfen auch irgendwie wohler, auch wenn das vielleicht ein falsches Sich-in-Sicherheit-Wiegen ist.

Mir knirscht es weiter zwischen den Zähnen, dass es kein Blogdesk-adequates Blogprogramm gibt, aber mit ein paar Abhilfen kann man es sich auch in Ubuntu zum Bloggen ganz bequem machen.

Bei drei der Rechnern läuft Ubuntu als Wubi-Variante, wobei mir auffällt, dass ich Ubuntu immer nur 4-5GB zur Verfügung gestellt habe, worüber Ubuntu beim Updaten arg meckert. Aber wenn man diverse Programme löscht, funktioniert auch das Update und solange man größere Dateien woanders speichert, kommt Ubuntu eben auch mit so wenig Speicherplatz aus.

kettenkaffee 

Viele sagen ja, das Schöne an Beziehungen ist, dass man zu zweit unterwegs sein kann, so wie man das alleine nicht wäre, und unterdentischfallenlassen damit den Respekt für ihre eigene Person. Ich bin gestern interessanter Weise mal als Strohwitwer wohin gegangen, wo ich mit meiner Freundin noch nie war: In die Dunkin’ Donuts-Filae in Düsseldorf. Offenbar eine von zweien, wie mir Wikipedia verrät.

Das ist schon witzig, dass wir zu zweit immer den orangeweisspinken Laden von außen betrachtet haben und uns immer dagegen entschieden haben: Donots kann man sich selbst machen, Kaffee doch auch. In etwa dasselbe Argument, was ich einem Subways-Besuch entgegenhalte (Wieso heißen die in Düsseldorf eigentlich teils Mr. Sub? Ah, ok.).

Gestern also bin ich mal rein, mir war irgendwie wackelig auf den Füßen und da dachte ich Kaffee und Süßkrams könnten das fix in den Griff kriegen. Ich bestellte also einen Muffin und einen Kaffee.

Das wäre dann das Menü 6, wollen Sie das Menü 6?

quietschte die Muffinschubserin mich an. Oh, Gott, nicht schon wieder dieser strunzdämliche Menü-Begriff, der geht mir inzwischen aber sowas von auf den Keks. Als ob man höhere Qualität als anderswo bekäme. Ja, her damit.

Dieser Einleitung folgte dann ein adequates Menü: Ein Schokomuffin, Blaubeer war aus, das etwas trocken wie jedes andere schmeckte, und ein Standardkaffee, bei dem ich restlos überzeugt bin, schon mal besseres Spülwasser getrunken zu haben. Wie kriegen die das immer hin, so eine saure Wasserbrühe aufzusetzen? Starbucks kennt das Rezept ja auch, übertüncht das Ganze aber mit viel Zucker, Milch und Milchschaum.

Aber gut, ich für meinen Teil habe die Lektion gelernt: Manchmal sind Beziehungen auch gut dafür, irgendwo nicht rein zu gehen.

alplattgedrücktes 

Öfter Mal Quatsch machen. Gestern liefen wir bei sonnigstem Oktoberwetter, und das sicherlich seit Jahren, durch die Düsseldorfer Altstadt und kamen an so einem unelektrisch-mechanischem Gerät zur Plattmachung von 5-Cent-Stücken vorbei. Das ist eigentlich illegal, oder? Beschädigung von Staatseigentum, war da nicht was? Spontan haben wir da für einen Ocken ein 5-Cent-Stück durchgenudelt. Zwei Motive waren möglich: Einmal die Skyline von Düsseldorf, die ich im ersten Augenblick lieber gehabt hätte, zum zweiten die Radschläger von Düsseldorf. Heute begegnet man diesen Radschlägern meist  in Form von Kindern, die durch die Stadt flanieren, Radschläge machen und dafür einen gewissen Obolus von Passanten für einen guten Zweck erhalten.

Eigentlich sieht man sowas und sagt, nee, was ein Killefit, braucht ja eh keine Sau. Aber gestern erinnerte ich mich daran, dass ich als Kind diese Automaten, damals waren sie noch elektrisch, sehr spannend fand. Einmal nahm ich mir so eine plattgewalzte Münze zum Anlass, darüber zu bloggen ins Tagebuch zu schreiben.
Und schwupps ist man gedanklich bei den Leuten, die sich für Blog-Pioniere halten. Wir haben ja schon 2001 gebloggt, wir sind ja nicht die Internetproleten, die lediglich auf irgendeinen Mainstreamzug aufspringen, wir sind die Urblogger.
Nun ist mein Bloggen unabhängig davon, ob das jemand liest. Mein Blog ist nur die Plattform dessen, was ich rausposaune. Und genau das war mein Tagebuch früher. In das habe ich auch seltenst seelisch belastendes Zeugs reingeschrieben. Meist waren das nur tagesaktuelle Geschehnisse. Immer unter der Prämisse: Ist dir das peinlich, wenn einer deiner Brüder das liest?
Von einer dieser plattgedrückten Münzen habe ich damals einen Tagebucheintrag gemacht, indem ich die Kontur der Münze abgemalt habe. Ich weiß noch, dass ich wenigstens das im Tagebuch drin haben wollte, weil die Münze an sich so gebogen war, dass man sie nicht einfach einkleben konnte. Mein großer Bruder fand das albern, das ergäbe gar keinen Sinn. Das war so der Anfang, an dem ich über Kritik von außen gesagt habe, dass die jetzt noch keinen Grund darstellt, meinen Eintrag über zu kritzeln.  Tagebuch mit Rückgrat.
Und jetzt erzähl’ mir mal jemand, was das hier großartig anderes ist. Mich reizt inzwischen der Gedanke, die alten Sachen einfach online zu stellen, mit den Data von damals. Inhaltlich sicherlich nicht immer nobelpreistauglich, aber was kostet die Welt?

leckeres aus der [q]üche 

Sowas ist ja auch mal schön: In der Altstadt haben wir uns heute Abend kurze, leckere Alt von und bei Kürzer gegönnt und Tati fragt, ob es auch was zu essen gibt. Der Kellner meint, nein, aber da drüben rechts ist ein kleines Restaurant, billig, macht Suppen, ist lecker. Das lässt man sich dann auch nicht 2x sagen. Also fix aus volle Gläser leere Gläser gemacht und mal rinn in die gute Stube der [Q]üche. Mein Blick fiel gleich auf die Käsesuppe mit Hackfleisch. Leckeres Brot und Kräuterbutter gabs auch mit dabei. Und lecker war’s auch, Pils dabei, läuft. Gelungener Altstadttagesausklangsbummel.

feuerwerk am stück 

So, ich jetzt nochmal hier aussm Büro. Man sollte auch mehr zwischen durch in sein Blog schreiben, wozu hat man es denn. Ich habe eben das Ibbenbürener Feuerwerk abgefilmt, war aber wohl ziemlich dicht dran. Wie gut die Aufnahme geworden ist, kann ich gerade nicht sagen. Aber über Nacht schieße ich das mal auf Youtube hoch, dann wird man’s sehen. Der Upload dauert doch mehr als 5 Stunden, wenn man der Anzeige trauen soll. Das muss der Rechner dann mal ohne meine Anwesenheit schaffen.
Heute ist Tatis Blog noch umgezogen, hostertechnisch und techniktechnisch: Sie bloggt jetzt beim Speicheranbieter unter WordPress. Vorher bei Web-Service4u unter flatpress. Das tut’s da für unheimlich wenig Ocken. Sie möchte dafür keine Werbung machen, deswegen sind Linkbenachrichtigungen an Suchmaschinen oder andere Blogs ausgeschaltet, aber Mundpropaganda hat sie erlaubt, soweit ich das verstanden habe.
So und jetzt noch fix das Bierchen kippen und ab nach Hause.

volker pispers im zakk, düsseldorf 

Gestern haben wir eine Vorstellung von Volker Pispers im Düsseldorfer Zakk besucht. Für Tatjana war es das erste Mal, dass sie Pispers live gesehen hat. Was wiederum auch etwas schade ist, denn es handelte sich um eine der schwächeren Pispers-Vorstellungen: Das Zakk hatte den Saal so dicht bestuhlt, dass dauernd Flaschen und noch nerviger: Gläser laut hörbar umgestoßen wurden.
Das und die etwas schwache Beschallung des Saals verminderten die Stimmung. Die Texte waren nicht mit aktuellen Bezügen der letzten Zeit bereichert, so dass man dauernd Zuhörer sah, die die Texte mitspachen. Auf diese Weise erhielt Pispers dann meist Gesinnungsapplaus, was mir im Kabarett nun mal nicht schmeckt.
Ja, ein paar Mal habe auch ich gelacht und applaudiert, aber insgesamt habe ich schon deutlich stärkere Kabarettabende erlebt. Ich fände es wünschenswert, wenn Pispers sich mal zurückziehen würde und mit wirklich neuen Sachen zurückkommt. Tatjana fühlte sich aber sehr gut unterhalten – immerhin etwas.

trickbetrug am flughafen kiew 

Von der Krim aus sind wir heute über Kiew nach Hause geflogen. In Kiew hat man ein paar Stunden Aufenthalt, die man irgendwie überstehen muss. Irgendwann saßen wir im Inneren des Flughafens und haben auf den Begrinn des Boardings gewartet. Gegenüber von uns war ein Café. Und dort wurden wir Zeuge eines ganz gut eingefädelten Trickbetrugs.

Uns vielen zunächst zwei fülligere Männer im Café auf, bei denen einer ausscheifend und deutlich hörbar sprach. Den anderen verstand man nicht. Meine Freundin wies mich darauf hin, dass es sich bei dem deutssprechenden Wortführer um einen Ukrainer handelt. Da wäre ich nicht drauf gekommen. Kurz danach passierte etwas merkwürdiges: Ein jüngerer Mann mit einem Kaltgetränk in der Hand suchte eine Sitzgelegenheit und sprach den Wortführer an, ob er sich gegenüber von den beiden hinsetzen könnte. Der Wortführer bejahte das zuvorkommend und wandte sich wieder seinem deutschen Gesprächspartner zu. Der Neuankömmlich beschäftigte sich mit sich selbst. Das Merkwürdige war, dass durchaus noch andere Tische vollkommen frei waren. Warum setzt man sich dann an einen Tisch, an dem schon andere sich in einem durchaus lautstarken Gespräch befinden?

Nach kurzer Zeit kam ein vierter Mann, setzte sich an den Nachbartisch, schaltete sich in das Gespräch ein, wobei er erst über seine Schulter gewendet redete und sich dann an den letzten freien Platz des Tisches mit den drei anderen Männern setzte. Der Wortführer führte nun auch einen Schwatz mit dem Neuankömmling, der meines Erachtens westlich aussah mit flotter Frisur, und wohl etwas über die USA sagte. Der Wortführer sprach irgendwann lautstark: “Tell us about Amerika.”, so daß ich dachte, der Angesprochene sei Amerikaner. Meine Freundin wies mich aber darauf hin, dass auch dieser Mann Ukrainer sei.

Die Sitzanordnung war nun wie folgt:

kievkartenspieltrick

Die Unterhaltung führte nun dazu, dass ein Spiel vorgeschlagen wurde. Der Deutsche kannte das Spiel nicht, es musste ihm vom Wortführer erklärt werden. Die anderen kannten das Spiel offenbar. Ich sah Karten und ein ausgebreitetes Spielfeld. Alle Männer spielten bereitwillig mit.

Stutzig wurde ich, als ich sah, wie der Ukrainer mit einem 50-Euro-Schein rumwedelte. In der Ukraine wird nicht mit Euro bezahlt, das Geld konnte also nur vom Deutschen stammen. Dann war auf einmal eine Zeitung auf dem Tisch, in die Geld geschoben wurde. Der “Amerikaner” wedelte mit amerikanischen Banknoten rum, die ich aber nur als Ein-Dollar-Noten erkannte. Das Spiel ging vorrangig eh nur um die zwei Männer des Anfangs. Dann sah ich, wie der Wortführer einen Zweihundert-Euro-Schein aus der Zeitung nahm und damit rumwedelte. Nun bedrängte er den Deutschen, weitere 100 Euro ins Spiel zu bringen. Meine Freundin vernahm “Was sind schon 100€?” Aber der Deutsche ließ dies sein, auch wenn er noch mal in sein Portemonnaie schaute.

Dann ging alles ganz fix: Der Wortführer offenbarte seine Karten, der Deutsche ebenso. Offenbar soll dieses Spiel derjenige gewinnen, der die beste Hand hat. Der Deutsche hatte eine bessere Hand als der Wortführer und der “Amerikaner”. Dann stand der vierte Man auf, zeigte seine Karten, die alle anderen übertrafen, und zwar zeigte er sie dem Deutschen, nahm dann die Zeitung mit den Geldnoten, steckte sie in seine Hose und verschwand.

Der Deutsche ist verdutzt, fühlt sich überrumpelt und will gehen, was sich als umständlich erweist: Am Wortführer, der einen Gepäckträger für seine kleine Tasche neben sich hat, kommt er nicht vorbei, der will eh, dass er noch bleibt. Auf der anderen Seite ist der Cafézaun, die Begrenzung des Cafés und der Amerikaner, dort kommt er vorbei, aber es ist mit Tasche und Rollkoffer umständlich. Er kommt allerdings los vom Gaunertrio.

Den Wortführer und den “Amerikaner” sehe ich später im Café am anderen Ende des Flughafens im trauten Gespräch wieder. Irgendwann taucht er auch am anderen Café wieder auf. Er geht mit seinem Gepäckwagen im Einfangsbereich auf und am, scannt die Ankommenden, und interessiert sich überhaupt nicht für Boardings und abgehende Flüge. Als ich meine Kamera auf ihn halte, ist er schnell draußen verschwunden.

Aber das muss man dem Gaunertrio lassen: Die ganze Szenerie wirkt im Nachhinein ungemein gut eingefädelt. Und das Opfer, der Orientierungslose, der sich freut, dass in der Ukrainer irgendjemand deutsch spricht, passte hundertprozentig dort hinein. Das Blöde ist, dass man von der ukrainischen Polizei, die auch am Flughafen herumspatziert gegen solche Gauner nicht beschützt wird.

abflug 

So, letzter Blogeintrag vorm Urlaub. Wir haben zwar vor, Audio- und Videoaufnahmen auf der Krim zu machen, aber Tatis Papa hat wohl kein Telefon, dementsprechend auch kein Internet. Und das ganze im Internetcafé hochzupusten, dazu ist wohl die Zeit zu schade. Das Ganze wird dann wohl erst nach dem Urlaub verbloggt werden. Jetzt mal fix den letzten Kaffee runterkippen, die Spülmaschine anschmeißen und dann kann das Abenteuer so langsam losgehen. Wenn Tati ihren Ausweis denn noch kriegt…

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vor 8 jahren